Altweilnau

Pyromorphitstufe 15x20cm,Bleizeche,Schurf,Hirschberg/Altweilnau,Fund 1978

Das Foto ist wahrscheinlich eines der ältesten Fotos,in schwarzweiss,eines Mineralienfundes aus dem Taunus.

Die Stufe (BB. 10cm)mit Nadelpyrit xx auf Siderit xx stammt von der Grube Königsholz/Altweilnau.

Gefunden 1934 von Hr.Franz Drabick(+) und fotografiert.

DER ERZBERGBAU BEI ALTWEILNAU IM TAUNUS

Bei aufmerksamer Beobachtung kann man in und um Altweilnau,be-

sonders an der Weiltalstrasse,noch verschiedentlich offene Stollen mit Eisentüren,verstürzte Stollen und teilweise auch zugemauerte Stollen erkennen.

Die zugemauerten Stollen haben kleine Durchlässe für die schon seltener gewordenen Fledermäuse.

Der größte Stollen,der schon Generationen von Mineraliensammlern

begangen wurde liegt am Meerpfuhlbach,an der Bundesstrasse 275, in Richtung Merzhausen und ist über 100m lang.

Hier gibt es schon lange keine Fundmöglichkeiten mehr.

An der Weiltalstrasse zwischen Altweilnau und Lahnsteinermühle liegen noch geringe Resthalden des Bergbaues.

An der Strassengabelung Altweilnau-Neuweilnau lagen größere Halden die beim verbreitern der B 275 als Füllmaterial benutzt wurden.

Heute kann man hier kaum noch Malachit oder Pyromorphit finden.

Weitere kleine Halden liegen südöstlich des Sportplatzes von Alt-

weilnau,hier findet man vorwiegend Quarz xx bis 2cm.

Der bekannteste Fundpunkt für Pyromorphit von Altweilnau war in den letzten Jahren die Grube Emilie II, um 1579 auch als "die Schatz Grub"bekannt,auf dem Wolfsküppel,die Lokalität wird auch Hexentisch genannt,im 19.Jahrhundet auch als "Der Homberg" bekannt.

Hier wurde über drei Schächte das Erz gewonnen.

In früherer Zeit war die Grube auch als Wolfskaute bekannt.

Die Grube ist der höchste bekannte Fundpunkt im Taunus für Pyromorphit,der Wolfsküppel ist 527 m hoch.

 

QUARZ xx vom Sportplatz bei Altweilnau,Fund 1983,BB 8cm

MINERALIEN AUS DEM ALTWEILNAUER GRUBENGEBIET

 

PYROMORPHIT xx ist das Hauptmineral was auf den Halden gefunden ,immer wieder ,noch gefunden wird.

Die xx sitzen meist auf Quarzmatrix(siehe rechts).

Cerussit xx wurden am häufigsten aus dem Schurf vom Hirschberg der

Grube Bleizeche bekannt.

Der Schurf stammt von einem Geologiestudenten,Manfred Langer,aus Frankfurt.Der hatte oberflächlich prospektiert und durch Zufall die Oxi-

dationszone des Bleierzganges angetroffen.

Alles Material was die Bezeichnung Hirschberg trägt stammt von diesem

Schurf der einige Meter Tiefe erreichte.

Laut Aussage von Manfred Langer fanden sich auch Taschen(runde

Hohlräume)gefüllt mit kleinen Pyromorphitxx schwimmern.

Sog.Schwimmer sind xx die ohne Matrixkontakt gewachsen sind.

An Mineralien wurde nur Pyromorphit,xx bis 5mm,Cerussit,xx bis 1cm aber häufig schlecht kristallisiert,sowie wenig Mimetesit ,xx bis 5mm, gefunden.

Anglesit xx wurden nur während des Abbaues auf der Bleizeche am Hirschberg angetroffen da Anglesit sehr häufig direkt auf dem Bleierz kristallisiert, und ist daher historisch.

Von der Grube Königsholz sind nur wenige Funde bekannt da fast kein

Haldenmaterial zur Verfügung steht.

Von hier sind kleine Pyromorphit xx ,Malachit xxoo auf Kupferkies(derb)

bekannt.Weiterhin Pyrit xx und Siderit xx(siehe oben).

Von Bleizeche I;dem Stollen im Tal sind Pyromorphit xx und Malachitxx funde bekannt.

Leider wurde die Halde im Zuge von Strassenbauarbeiten an der B 275 mit einbezogen zum Auffüllen der Strassenböschung so das kein Haldenmaterial mehr verfügbar ist.

Hier befand sich auch die Weilnauer Schmelzhütte.

Mit etwas Glück lässt sich noch etwas im Bach an Haldenresten finden.

 

Die Grube Emilie II auf dem Hexentisch auf dem Berg Wolfsküppel(im 19.Jahrhundert auch "Der Homberg" genannt) ist in den vergangenen Jahren immer wieder Anlaufpunkt für viele Sammler geworden da noch einiges an Haldenmaterial auf dem Pingenzug vorhanden ist, so das größere Grabungen immer noch zum Erfolg führen können.

Die xx sind manchmal reiskornförmig ausgebildet und sitzen vorwiegend auf Nebengestein,es kommen aber auch schön kristallisierte,hexagonale (sechseckige) Säulen vor.

Sehr attraktiv sind auch Quarzstufen mit Quarz xx bis 3cm die mit vielen Pyromorphit xx überzogen sind.

Auch sind von hier Quarzstufen mit Pyromorphit xx und dem ,für den

Taunus,seltenen Wulfenit bekannt.

Die Wulfenit xx erreichen hier bis zu 3 mm Kantenlänge.

 

Wie auf den meisten Gruben im Taunus wurde nur der silberhaltige Bleiglanz gesucht und abgebaut,die Kupfererzvorkommen,die recht häufig parallel zum Bleiabbau auftraten,wurden wenig oder garnicht abgebaut.

Man findet deshalb auf den Halden nur wenig Kupfermineralien.

Am häufigsten kam Malachit teilweise in schönen Stufen vor.

Heute läßt sich davon leider nichts mehr finden.

Kupferkies xx konnten vereinzelt man noch, bei der Grube Königsholz, auf eisgrauem Quarz finden.

Vom Altweilnauer Grubengebiet sind Covellin,Cuprit,ged.Kupfer,Azurit,

Zinkblende,Galmei und Linarit in früherer Zeit nachgewiesen worden

aber heute nicht mehr zu finden und sind somit historisch.

PYROMORPHITSTUFE,8x12cm,xx 5mm Bleizeche,Schurf Hirschberg,Altweilnau Fund 1978

Historische Malachitstufe,Grube Bleizeche I Stollen,Altweilnau

GESCHICHTE UND GEOLOGIE

Ein Peter Sorge erhielt am 10.Dezember 1593 das Recht in Alt-weilnau Bleierz zu schürfen.

Ob ein Schurf angelegt wurde ist nicht bekannt.

1694 wurde in verschiedenen Stollen und Schächten bei Altweilnau

nach Erz geschürft,bis 1720,danach war keine Eintragung mehr ins Kirchenbuch über einen Bergmann.

Die erste Mutung von Altweilnau erfolgte am 22.3.1899 von Jakob Hoof aus Oberdielfen (bei Siegen) von der Grube Bleizeche I mit insgesamt sechs Stollen und es wurden große Mengen Bleierz abgebaut.

Zur Wasserlösung wurde zu Anfang ,im November 1900,im Niveau der Strasse von Altweilnau,ein Stollen in den Berg getrieben um dann einen Schacht abzuteufen der Ende des Jahres eine Teufe von 24m erreichte.

Bis in eine Teufe von 4m verlief der Schacht senkrecht und folgte ab dann dem Einfallen des Ganges von 60-65 Grad.

Die Grube wurde von Jakob Hoof Bleizeche genannt,damit ist klar das am Hirschberg der erste Bergbau bei Altweilnau begann.

Im Mai 1900 teufte Hoof einen zweiten Schacht,Bleizeche I genannt

35 m tief ab und setzte von diesem mehrere Querschläge ins Gebirge.

Weiterhin wurde zu jedem Schacht ein Stollen vorgetrieben.

Der Stollen von der Bleizeche erreichte im Jahre 1902 eine Länge von 221 m,der Stollen von der Bleizeche I erreichte 299m.

Ein weiterer Stollen wurde 1903 als unterer Stollen auf der Bleizeche I vorgetrieben.

Insgesamt arbeiteten auf den Gruben 25 Mann davon 21 unter Tage.

Bisher zeigten alle Abbaubemühungen keine wirtschaftlichen Erfolge.

Aus den älteren Unterlagen ist nicht genau ersichtlich auf was sich die Hoffnung auf Erzfunde stützt.

Es folgen zwei Jahre in denen der Bergbau nur langsam oder garnicht voranschritt,bis 1905 die Gewerkschaft Altfalter die beiden Gruben übernahm.

Jakob Hoof hatte 1899 eine Kuxe(Bergwerksaktie)herausgegeben die zum Großteil im westfälischen Gebiet verkauft wurde.

Bereits 1907 erreichte der zweite Stollen auch untere Stollen der Bleizeche I eine Länge von 418m.

Es wurde aber immer noch kein Erz angetroffen,deswegen wurde in der Gewerkenversammlung(die Besitzer der Kuxen) vom 10.10.1908 die Einstellung des Bergbaues beschlossen.

Fünf Jahre ruhte der Bergbau aber 1913 wurde von der Bleizeche I der Ulrichstollen(der erste oder obere Stollen) und der Karlsstollen(zweiter auch unterer Stollen)wieder aufgewältigt.

Man traf aber wieder keine Erze während des Abbauversuches an.

Die Vereinigte Erbendorfer Gewerkschaft für Steinkohlen-und Erzbergbau erwarb im Juli 1923 die Kuxen von der Gewerkschaft Altfalter und somit die Felder der Gruben Bleizeche und Bleizeche I.

Doch kam es merkwürdiger Weise zu keinem Abbau,es war also eine Fehlinvestition für die neue Gewerkschaft.

Den Schlußpunkt setzte die Gemeinde Altweilnau 1937 mit der Übernahme des Bergwerkeigentums der Gewerkschaft Altfalter.

Heute dienen die Stollen der Trinkwassergewinnung.

 

DIE GRUBE KÖNIGSHOLZ

 

1843 beschrieb J.P. Engels in der "Beschreibung des Großherzogtums Nassau",der alte,verlassene Bau,die heutige Grube Königsholz wurde 1690 in Betrieb genommen!

Das bedeutet daß die Grube war wohl schon davor mal im Abbau stand!

Die Grube dürfte somit der älteste Bergbau im Altweilnauer-Neuweilnauer Grubengebiet sein

Der erste Schürfschein der Grube Königsholz bei Neuweilnau zeigt das Datum 12.8.1818 und ist von der Herzoglich-Nassauischen Landesregierung ausgestellt.

Am 18.11.1853 fiel die Grube ins Bergfreie(bedeutet Entkopplung der

Erzsuche vom Grundeigentum so das jeder Erze suchen und abbauen konnte).

Am 18.9.1855 wurde die Grube Königsholz erneut verliehen.

Ein Stollen wurde,wohl zu Versuchszwecken,1903 auf einer Länge von 40m aufgefahren,die Arbeiten wurden aber gestundet.

1916 wurde von August Friche aus Solingen-Ohligs eine neue Betriebsperiode begonnen.

Oberhalb und unterhalb der Landstrasse werden Stollen in den Berg getrieben, bis auf eine Länge von 50m,wobei der obere mit Luftschächten versehen wird.

Der obere Stollen wurde St.Barbara genannt,der untere Margareta und ein weiterer Petrusstollen.

20 Tonnen Bleierz konnten so bis 1917 gefördert werden,was aber zu gering war um die Kosten zu decken.

Der Margaretastollen traf 1918 auf den alten Mann(alte Abbauzone) und deshalb setzte man den Bergbau tiefer fort.

Am 9. Oktober 1919 wird die Grube wegen auftretender Wasser- probleme stillgelegt.

Der Grubenbetrieb wurde dann aber doch fortgesetzt da man am

14.11.1919 bei letzten Arbeiten auf einen Erzgang traf.

Das Erzmittel war 1921 abgebaut und mit Hilfe eines Wünschelruten- gängers wurden weitere Erzgänge gesucht.

Nach Angaben des Wünschelrutengängers wurde ein weiterer Stollen

von 60m und ein Schacht von 16m abgeteuft.

Es konnte beide Male kein Erz gefunden Werden,der Wünschelruten-

gänger hatte sich "geirrt".

Im September 1923 wurde die Grube entgültig stillgelegt.

Abgebaut wurde silberhaltiger Bleiglanz sowie Kupferkies,Zinkblende und Pyrit.

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,Fund 1998,BB 13cm

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,Fund 2004,BB 8cm

PYROMORPHIT xx,BB 3cm,Grube Bleizeche ,Schurf/Hirschberg/Altweilnau Fund 1977

PYROMORPHIT xx ,BB 11cm Grube Emilie II/Hexentisch/Altweilnau Fund 1999

PYROMORPHIT XX;Vergrößerung vom linken Bild

PYROMORPHIT XX,Vergrößerung vom linken Bild

Massive Pyromorphitstufe,Grube Bleizeche,Hirschberg,

Altweilnau,BB 5cm.Fund 1981

CERUSSIT XX,Grube Bleizeche,Hirschberg,BB 8cm,Fund 1979

QUARZ X,5cm,mit PYROMORPHIT XX,Grube Bleizeche, Hirschberg,Fund 1980

PYROMORPHIT XX auf mit Glaskopf überzogenen Quarz xx,Grube Bleizeche, Hirschberg,BB 6cm,Fund 1980

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,BB 5cm,Fund 2002

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,BB9cm,Fund 1999

PYROMORPHIT XX,Emilie II,Hexentisch,Fund 1999,BB10 cm

Im Altweinauer Grubengebiet wurde vor wiegend silberhaltiges Bleierz abgebaut.

Deshalb ist das Grubengebiet durch Funde von Pyromorphit bekannt.

Die Pyromorphit xx sind zumeist grün in verschiedenen Schattierungen und erreichen bis 5mm Länge.

Die Pyromorphite sitzen häufig auf Quarzmatrix,teilweise auf großen Gangquarz xx.

PYROMORPHIT xx,BB 2cm Grube Emilie II/Hexentisch/Altweilnau Fund 1988

PYROMORPHIT xx,BB 12cm Grube Emilie II/Hexentisch/Altweilnau Fund 1985

PYROMORPHIT xx Grube Bleizeche,Hirschberg,

BB 5cm,Fund 1988

Kupferkies xx auf Quarzxx Grube Bleizeche ,Stollen/Altweilnau,BB 8cm,Fund 1980

Kupferkiesgang mit etwas Malachit Grube Bleizeche I, Stollen/Altweilnau

Cerussit xx ,Grube Bleizeche,Hirschberg,BB 12cm,Fund 1978

Quarz xx teilw.mit Pyromorphit,Grube Bleizeche

Hirschberg,Altweilnau,BB 15cm,Fund 1978

Massive Pyromorphitstufe,die xx haben bei der Kristallisation teilweise Kluftlehm eingeschlossen BB 5cm,Grube Bleizeche, Hirschberg,Altweilnau.Fund 1980

PYROMORPHIT XX;Grube Emilie II,Hexentisch,BB 9cm,Fund 1999

PYROMORPHIT XX,Grube Bleizeche/Stollen

aus alter Sammlung,Fund verm. 1982,BB 5 cm

MINERALIEN AUS DEM TAUNUS

IN HESSEN UND RHEINLAND-PFALZ

ALTWEILNAU

Das Altweilnauer Bergbaugebiet umfasst die Gruben Königsholz,"Hirschberg"ein Schurf auf dem Bleierzgang der

 

Grube Bleizeche,Bleizeche I "Stollen",Emilie I, Emilie II ehem. Grube Wolfskaute auch als "Hexentisch" bekannt.

 

Der Name Hexentisch stammt laut einer Sage daher,das auf dem ins Tal ragenden Quarzgang Hexen verbrannt wurden.

 

Weitere Gruben sind die Neue Hoffnung,Steinergrund und HeinrichshoffnungII

 

PYROMORPHIT XX als Emser Tönnchen Grube Emilie II,BB 3cm

PYROMORPHIT XX in, von der Grube Emilie II bekannten,

Reiskornform, BB 3 cm,Fund 2009

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,BB 6cm ,Fund 2010

PYROMORPHIT XX Grube Emilie II,BB 3 cm,Fund 2005

Eines der wenigen und seltenen Bilddokumente die Bergleute aus dem Taunus zeigen,hier vor dem Stollenmundloch der Grube Bleizeche I in Altweilnau im Jahre 1921.

Die Abbildung stammt ,mit freundlicher Genehmigung des Kultur- und Förderkreises Burg Altweilnau e.V.vertreten durch Frau Preußer,aus dem 2008 veröffentlichen Buch "Altweilnau im Wandel der Zeit".

Die Abbildung zeigt frühere Mitglieder von Familien von heutigen Einwohnern in Altweilnau, unter anderem:

 

Von links: Wilhelm Müller,unbekannt,Alwin Moses,Otto Jung,Karl Ruß,unbekannt,Robert Rühl,unbekannt,

Albert Seel,Robert Brück und Karl Eul.

Im vorderen Bereich vor der Lore von links:Christian Erbe,Wilhelm Preußer,Gustav Preußer,Otto Seel und

Karl Preußer(Betriebsleiter der Grube)

Der junge Mann auf der Lore ist schon sehr früh verstorben da er an Kinderlähmung litt.

 

QUARZ XX,Grube Bleizeche ,Hirschberg,BB 15cm,Fund 1979

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,BB 10cm,Fund 1999

PYROMORPHIT XX,Grube Emilie II,Hexentisch,BB20cm,Fund 1999

Der unterste Stollen im Weiltal von der Grube Emilie II

Milchquarz mit Siderit

Stolleneigang der Grube Emilie II mit großem Kanalrohr offen innen mit Gittertür verschlossen

Der unterste Stollen der Grube Emilie II liegt am Fuße des Wolfsküppel im Weiltal,in Streichrichtung zum Gang der Grube.

Der Stollen ist mit einer eisernen Gittertür

verschlossen.

Die Halde besteht zum großen Teil aus devonischen Schiefer mit Quarzbrocken die

Siderit enthalten.

Hier wurde wohl kein Erz gefördert.

Ähnlich wie auf dem mittleren Stollen der auf halber Höhe lag und recht eng war.

Gittertür im Kanalrohr

Unberührte Halde des tiefsten Stollens

der Grube Emilie II

WEITERE, KLEINE, BERGWERKE BEI ALTWEILNAU

Grube Steinergrund bei Hunoldstal,

Versuchsabbau auf Bleierz von 1909 bis 1910.Zwei verstürzte Pingen-schächte.Entdeckt beim Strassen- bau,heute Trinkwassegewinnung.Bisher keine Funde.

Grube Neue Hoffnung,600 m ostnordöstl.der Land-

steiner Mühle.Zwei Stollen einer offen für Fledermäuse,einer für Trinkwassergewinnung.

Schacht war vorhanden ist im Gelände nicht mehr auffindbar.50m lange Halde vorhanden.

Versuchsabbau auf Kupferkies und Bleierz.

Abbaubeginn 1912 aber wurde bald wieder aufgegeben.

Eine weitere Grube,siehe oben,Name bisher nicht bekannt, im Grubenfeld der Grube Heinrichs-hoffnung II östlich von Hunoldstal.

Eine Schachtpinge und ein Schurfgraben mit Halde

Versuchsabbau auf Blei-und Kupfererz.

Das Bleierzvorkommen der Grube Heinrichshoffnung II(der Name tauchte erst später auf) bei Hunoldstal,früher Hundstall,wurde bereits 1600 entdeckt und ein Jahr später kam es zu einer Verleihung.

Ob ein Abbau stattfand ist aus den alten Aufzeichnungen nicht zu entnehmen.

Erst um 1721 wurde auf dieser Grube eine Gewerkschaft gegründet die eine Verleihung erhielt.

In der Zeit dieser Verleihung wurde der vorhandene Schacht aufgewältigt,es fand also in voriger Zeit doch ein Abbau statt der wohl nicht aufgezeichnet wurde da die Erzfunde wahrscheinlich unbedeutend waren.

Der Abbau wurde wahrscheinlich wieder eingestellt.

Erst 1753 wurde eine weitere Verleihung vergeben,jetzt endlich fand wohl ein längerer Abbau über mehrere Jahre statt.

Das geförderte Bleierz wurde an die Schmelze in Langhecke verkauft.

Auch wurde in dieser Abbauperiode ein Stollen angelegt der heute im Gelände nicht mehr auffindbar ist.

Es wurde zwar 1769 eine eigene Schmelze errichtet,aber bereits 1771 wurde die Grube Heinrichshoffnung II geschlossen,es fand auch später kein Abbau mehr statt,wahrscheinlich war das Vorkommen erschöpft oder man konnte keinen weiteren Tiefbau anlegen da es in grösserer Tiefe häufig zu starkem Wasserandrang kam,was bei vielen Gruben im Taunus das Aus bedeutete.

Bei neueren Baugruben konnte man auch heute noch feststellen das die sich mit Grundwasser füllen.

Die Schmelze wurde 1772 an den Grafen von Bassenheim verkauft der diese für die Aufbereitung seiner Erze aus der Grube Faulenberg bei Arnoldshain nutzte.

Die Bergrechte wurden 1811,1874(hier zum ersten Mal als Heinrichshoffnung II erwähnt) und 1924 verliehen und zu letzt,1987, an die Metallgesellschaft AG in Frankfurt a/M. die später erloschen.

Von der Grube Heinrichshoffnung II ist nichts mehr zu sehen da das Gelände heute überbaut ist,die Lage des Schachtes der Schmelze und des Stollens sind bekannt.