Emmershausen

MINERALIEN AUS DEM TAUNUS

IN HESSEN UND RHEINLAND-PFALZ

EMMERSHAUSEN

GRUBE SILBERGAUT

Kleine,hellbraune,PYROMORPHIT XX,Grube Silbergaut,Fund 1999,bb15mm

PSEUDOMALACHIT XXOO,Grube Silbergaut,Fund2004,BB 2 cm

Der Bergbau der Grube Silbergaut wurde auf Blei,Silber und Kupfer verliehen,das war im 19.Jahrhundert.

Es wurde bis 1821 ein 13,5 m tiefer Schacht angelegt wo an zwei Orten silberhaltiges Fahlerz angetroffen wurde.

Es war auch ein weiterer Schacht geplant der bei 10 m den Gang treffen sollte .

Der Schacht wurde aber nie in Angriff genommen.

Der damalige Besitzer,Baurat Zengerle aus Wiesbaden für die Grube unter dem Namen Rosenberg.

Baurat Zengerle war auch seit 1826 Besitzer der Gruben Jeanette und Heinrich die bei liegen Kransberg,sowie der Grube Auguste IV bei Wernborn.

Wie lange der Grubenbetrieb stattfand ist nicht bekannt,da Baurat Zengerle 1834 verstarb ist anzunehmen das der Abbau bis dahin lief.

Seit dem ist nichts mehr über einen Abbau bekannt,

Erst 1873 wurde das Grubenfeld von einem Alexander Dahl aus Barmen,dessen Familie schon einige Eisenerzgruben besassen, besichtigt,hierbei wurde festgestellt das weder der Stollen noch der Schacht befahrbar waren da die Grube nicht instand gehalten wurde.

Im Juli 1874 fand die Verleihung statt ,zusammen mit einem Mangan-und Eisenerzbergwerk Rosenberg was bei Emmershausen lag.

(Seit dem 14.Jahrhundert existierte bei Emmershausen eine Waldschmiede,1590 wurde von einem Henrich Sorg ein Hochofen errichtet,die Anlage verfiel aber im Dreissigjährigen Krieg(1618-1648);die Hütte existierte weiter aber erst 1807-08 wurde ein neuer Hochofen errichtet,1867 wurde der Betrieb entgültig eingestellt)

Über den Abbau ist ab da nichts bekannt geworden,wer den Grubenbereich kennt sieht sofort das nur einige Pingen vorhanden sind aber keine Abbauhalden.

Oberflächlich liegen verschiedentlich Quarzbrocken aus dem Pseudomorphosenquarzgang herum in denen man kleinkristalline Mineralien findet.

Erst 1910 wird eine Gewerkschaft als Eigentümer benannt für das Blei-Silber-und Kupferbergwerk.

1924 haben die Erben von Alexander Dahl die Gewerkschaft Silbergaut genannt.

Es existiert bis heute eine Erbengemeinschaft der Familie Dahl,seit 1937.

Ob in den letzten 140 Jahren ein Abbau bestand ist nicht bekannt.

 

An Mineralien sind bisher bekannt: Bayldonit,Beudantit,Bindheimit,Bleiglanz(derb),Cerussit,Cuprit(derb),Fahlerz(derb),Goethit,Kupferkies(derb),Chalkosin(derb), Malachit,Pseudomalachit,Pyromorphit,Quarz,Reichenbachit,