Steinbruch bei Usingen

KARTE mit dem eingezeichneten Usinger Quarzgang,an der breitesten Stelle,50m,,am Unterstrütchen wird Quarz abgebaut.

Datengrundlage : Hessische Verwaltung für Bodenmanagement und Geoinformation

GESCHICHTE DES STEINBRUCHES BEI USINGEN

 

Erste Erwähnung 1910 im Usinger Kreisblatt über das für die deutsche Wirtschaft strategische Quarzvorkommen im Unterstrütchen in der Gemarkung Eschbach.

1912 erfolgte Antrag der Gewerkschaft Melzingen für Grundstückserwerb und Betrieb des

Steinbruches.

1913 Inbetriebnahme des sog. Geyseritwerkes bei Usingen(Geyserit damalige Bezeichnung

für Quarz.

1923-1927 fand der Transport mit einer Schmalspurbahn zum "Staatsbahnhof" Usingen statt.

1930 ging ein Teil des Quarzbruches und Geländes in den Besitz der Gemeinde Eschbach über, die 1936 einen Pachtvertrag mit der Firma Osram, zwecks Abbau des Quarz-

vorkommens, abschloss.

1937-1941 wurde der Bremthaler Quarzbruch und das Geyseritwerk von der Firma Jenaer

Glaswerke Schott, unter der Leitung von Prof.Erich Schott,gekauft.

Kurz darauf wurde die Bremthaler Quarzitwerke GmbH gegründet .

Am 17.2.1941 wurde die Genehmigung zum Bau einer neuen Aufbereitungsanlage erteilt.

1962 begann man ausländischen Rohquarz zu erarbeiten.

1972 wurde im Bremthaler Werk der Abbau eingestellt.

1997 wurde der Usinger Quarzbruch von der Firma Rau aus Leun übernommen.

Hauptabnehmer ist weiterhin die Firma Schott.

 

Der Reinheit des Rohquarzes aus Usingen ist in Europa einmalig.

Der Rohquarz zeichnet sich durch eine hohe chemische Reinheit aus,d.h.es sind praktisch keine störenden Begleitminerale dabei.

Um dies noch zu minimieren wird heute im Usinger Quarzbruch nicht mehr gesprengt son- dern eine Spezialfirma baut mit schwerem Gerät den Quarz ab.

 

Weiterhin ist die Kornform,die Brillianz und der Weißgrad außergewöhnlich so das aus ihm

z.B. die besten optischen Gläser erzeugt werden können.

 

An weiteren Mineralien konnte noch Lithiophorit gefunden werden.

Die Luftbildlaufnahme zeigt den Usinger Quarzitbruch,etwa um 1980

Die Luftbildaufnahme darf ,mit freundlicher Genehmigung des Bremthaler Quarzitwerkes,benutzt werden!!

Schönes Beispiel einer typischen Pseudomorphose von Rauchquarz xx nach einem Baryt x

Bb. 15 cm,Fund 1980