Grube Mark Essershausen

MINERALIEN AUS DEM TAUNUS

IN HESSEN UND RHEINLAND-PFALZ

GRUBE MARK ESSERSHAUSEN

ELEONORIT xx

ELEONORIT XX Grube Mark/Essershausen

STRENGIT OO Grube Mark/Essershausen

ELEONORIT XX Grube Mark/Essershausen

KAKOXEN XX mit Strengitkügelchen Grube Mark/Essershausen

CHALKOSIDERIT XX,KAKOXEN OO Grube Mark/Essershausen

WAVELLIT OO Grube Mark/Essershausen

Strengitkugeln auf Kakoxen xx, Grube Mark/Esserhausen

BERAUNITKUGELN

ALLANPRINGIT xx konnte ich in strohgelben,teilweise parallel gewachsenen Kristallaggregaten finden.

Auch strahlig oder wirrstrahlig ist keine Seltenheit.

Auffallend ist das Allanpringit xx immer mit Beraunit xx vorkommt.

Auch konnte ich eine Paragenese finden wo Allanpringit xx teilweise von Strengitkugeln überwachsen sind.

Die Farben der Allanpringit xx schwanken zwischen helldurchsichtig grünlich-gelb bis zu einem kräftigen

zitronengelb.(siehe rechts)

 

ANATAS xx sind sehr schwer zu entdecken so das maneiniges an limonitisiertem Quarz durcharbeiten muß um in kleinen Zwickeln die winzigen,schwarzen xx,zu finden.

 

ELEONORIT xx sist mit das häufigste Mineral von der Halde der Grube Mark und kommt in den vielfältigsten Ausbildungen und roten Farbtönen vor,

wenn das dreiwertige Eisen im Eleonorit dominierent vorkommt.

Bei zweiwertigem Eisen ist es Beraunit der grünlich ist auf der Grube Mark keine Kristalle sondern grüne Kugeln bildet.

Die Eleonorit xx bilden in der monoklinen Form langprismatische,breite,geriefte und parallelverwachsene xx.

Frische Kristalle konnte ich in feuerroten(siehe unten) durchscheinenden xx finden,die teilweise 4-5 mm lang sind.

Begleitmineralien sind,selten,Chalcosiderit xx und Rockbridgeit oo,häufiger Kakoxen xxoo,Dufrenit xx,Kidwellit xx,Türkis xx, und Strengit xx+oo.

 

BROOKIT xx sind,ähnlich wie der Anatas,schwer zu finden.

Die xx sind immer in limonitisiertem Quarz eingewachsen.

 

BERAUNIT sehr selten in Kristallen vor,aber auch kugeliger,dunkelgrüner Beraunit ist nur selten zu finden.

 

CHALKOSIDERIT xx ist sehr selten zu finden und sehr begehrt bei den Sammlern.

Ich selbst habe die Chalkosiderit xx immer in Begleitung von Kakoxen gefunden.

Chalkosiderit ist ein typisches Kupfermineral und kommt auch in der Oxidationszone von Kupfererzlagerstätten vor.

Auch von der Grube Mark ,sind sehr vereinzelt, Kupfermineralien gefunden worden die aus einem vorhandenen ,kleinen ,Kupfererzvorkommen stammen.

 

COVELLIN ist auch ein Mineral der Kupfererzlagerstätten.

Ich konnte Covellin nur dicht finden,aber andere Sammler haben kleine plättchenförmige xx gefunden.

 

DUFRENIT xx konnte ich immer in schwarzgrünen bis olivgrünen xx finden.Teilweise hatten sich die xx direkt in kleinen Hohlräumen von derbem Dufrenit gebildet.

Selten waren Funde von nadelig-warzigem Dufrenit.

Die Dufrenit xx konnte ich in parallel verwachsenen Kristallpaketen finden die häufig mit Kidwellit an den Endflächen überwachsen sind und dann einen schönen Kontrast bilden.

Zwillinge in Form von Wäscheklammern wie von der Grube Rotläufchen konnte ich nicht finden.

Der Dufrenit wird neben Kidwellit auch von Kakoxen,Beraunit und Strengit begleitet.

 

GIPS ist zwar bekannt konnte ich aber nicht finden.

 

GOETHIT xx kommen in winzigen nadeligen xx in limonitisierten Quarz vor,oder als derbe Partien.

 

HALLEYOISIT-10A konnte ich bisher nicht finden.

 

HÄMATIT kommt als kleine Kristallplättchen in Brauneisenstein vor.

 

HYALIT wurde bisher nur selten gefunden.

 

JAROSIT ist ein eher unauffälliges Mineral.

Ich konnte Jarosit so "nebenbei" in Paragenese mit Beraunit in cremfarbigen ,angehäuften Aggregaten aus winzigen gelblichen xx finden.

 

KAKOXEN ist mit das auffälligste und am häufigsten vorkommende Mineral der Grube Mark.

Ich konnte Kakoxen in Rasen aus fächerförmig kristallisierten xx fnden.

Aber die häufigste Ausbildungsform ist die Kugel in allen Varianten,von massiven,glasigen Kugeln die vereinzelt in Kakoxenrasen vorkommen.

Auch pelzig bis dicke nadelige xx können Kugeln bilden.

Begleitmineralien sind Beraunit,Wavellit,Strengit und Türkis.

 

KIDWELLIT konnte ich in schönen xx auf der Halde finden.

Die xx sind hellgelboliv und schöner und besser ausgebildet als z.B. von der Grube Rotläufchen.Hier kommt Kidwellit auf Rockbridgeit xx vor.

Auf der Grube Mark auf Dufrenit.

Kidwellit bildet ganze Garben oder hantelförmige Kristallaggregate und besonders auffällig sind zu Kugeln verwachsene Kidwellit xx.

 

LIBETHENIT ist sehr selten und kommt nur mit wenigen xx in kleinen Höhlungen vor und ist immer nur durch Zufall zu finden da die Matrix keinerlei andere Kupfermineralien wie z.B. Malachit enthält.

 

MALACHIT ist in nadeligen xx zu finden.

 

MITRIDATIT konnte ich in unscheinbaren,olivgrünlichen kugeligen Aggregaten finden.

 

NATRODUFRENIT ist nur durch Analyse von Dufrenit xx exakt zu bestimmen.

 

PHOSPHOSIDERIT ist schwer zu unterscheiden da die kleinen Kügelchen Strengit,wenn diese sehr klein sind,sehr ähnlich sehen.Deshalb kann nur durch Analyse der Kugeln eine genaue Bestimmung erfolgen.

Ein Unterscheidungsmerkmal ist das Phosphosiderit weicher ist als Strengit und meistens auf kugeligem Goethit sitzt.

 

PLANERIT konnte ich als Umhüllungspseudomorphose nach Crandallit xx finden.

Die Crandallit xx,die reiskornförmig kristallisiert waren sind vollkommen aufgelöst und durch Planerit, in krustiger Form, ersetzt.

(siehe Bild rechts)

 

PSEUDOMALACHIT ist bisher ein Einzelfund geblieben,aber eindeutig identifiziert.

 

PYRIT konnte ich als schlecht ausgebildete xx finden,in limoniti- siertem Quarz.

 

PYROLUSIT ist in winzigen xx zu finden,häufiger derb.

 

SANTABARBARIT ist sehr selten in gelben Kristallen zu finden.

Hierbei handelt es sich,laut Untersuchungsergebnissen des Finders,um eine Pseudomorphose von Vivianit xx nach Santabarbarit.

 

STRENGIT ist recht häufig zu finden,in Kugeln oder xx die zu Kugeln aggregiert sind oder einfach schöne,tafelige xx die

schon mehrere Zentimeter Fläche überziehen können.

Frische violette Aggregate sind selten und kommen mit Kakoxen und Jarosit vor.

Weitere Begleitmineralien sind Tinticit,Kakoxen,Beraunit und Dufrenit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

TINTICIT konnte ich bisher nur einmal in hellbraunen,kugeligen

Aggregaten finden.

 

TÜRKIS bildet auf der Grube Mark Krusten aus winzigen xx in grünlichen,bläulichen oder gräulicher Farbe und überziehen andere Mineralien.

Auch Einzelkristalle können vorkommen,sind aber winzig.

 

VANTASSELIT bildet auf der Grube Mark weiße Kugeln oder auch kugelige Krusten.

Die Kugeln sind nicht gleichmäßig rund ausgebildet sondern ungleichmäßig da die"KUGELN" aus vielen sehr dünntafeligen xx bestehen.

Die Kugeln können innen hohl sein und die Bruchflächen zeigen einen starken Seidenglanz.

Vantasselit von der Grube Mark ist der zweite Fundpunkt für Deutschland.

 

VARISCIT kommt in teils klaren Kristallen vor die Kugeln

bilden und ist eigentlich recht selten zu finden.

 

WAVELLIT ist von der Halde de Grube Mark an verschiedenen Punkten heute noch zu finden.

Die üblichen Ausbildungen sind geschlossene Kugeln oder fächerförmig,wirrstrahlig und auch als Einzelkristalle,die wasserklar sind und verstreut,auf der Matrix liegen.

 

Allanpringitxxgarbe Eleonorit xx

Eleonorit xx,Wavellit oo,Kidwellit xxoo Grüner Wavellit

ELEONORIT XX,Fund 2015,BB 4 cm

BESCHREIBUNG DER LAGERSTÄTTE

Die Grube Mark bei Essershausen erreicht man am besten über Feldwege vom Ort Aulenhausen. Die Grube liegt 1km nördlich, von Aulenhausen, im Wald.eilmünster

Benachtbarte Grubenfelder der Grube Mark sind die Felder der Gruben Fritz,Vergnügen,Stückchen,Glücksstern,Eisenberg II,Polygon,Winters, Weilburg,Oswald,Hector und Adolphine.

Die erste Verleihung der Grube Mark war am 2. Oktober 1828.

Aber erst 1866 wurden in Tagebauen und kleinen Schächtchen der Brauneisenstein,der in der Tiefe auch aus hellem Siderit bestand,abgebaut.

Diese Tagebaue und Schächtchen bauten die sog. Rolllager ab die durch Erosion der darüber befindlichen Tonschichten sich angereichert hatten.

Diese Eisenerzvorkommen wurden vom Markerstollen,aber hauptsächlich vom Ferdinandstollen durchzogen.

Der Markerstollen wurde von 1873 bis 1893 in den Berg getrieben und erreichte eine Länge von 953m.

Über den Ferdinandstollen ist weder die Länge noch der Anfang des Vortriebes bekannt,aber er muß wohl laut eines Grundrisses der Felder länger als der Markerstollen gewesen sein.

Der gesamte Abbaubetrieb wurde 1914 eingestellt da keine abbauwürdigen Zonen mehr erschlossen wurden.

Um 1940 wurde nochmals ein Nachlesebergbau betrieben,der sehr häufig,auch auf anderen Gruben im Taunus ,während des dritten Reiches,erfolgte.

Denn auf manchen Erzgruben,die vor allem Silbererz abbauten,konnte man immer wieder mal auf einer Halde "frisch" abgebautes Erz inder Menge einer Lore finden,z.B. Grube Alter Mann bei Langhecke,Grube Mehlbach bei Weilmünster und Grube Heftrich bei Heftrich.

Innerhalb der Brauneisensteinzonen konnten immer wieder Phosphoritanreicherungen gefunden werden,die Grundlage für die auf der Halde gefundene Phosphatparagenese.

Die Phosphatmineralien sind denen der in der Nähe liegenden Gruben Eleonore und Rotläufchen sehr ähnlich und unterscheiden sich nur durch Funde die auf der Halde der Grube Mark vorkommen,allen voran der Allanpringit als weltweit neues Mineral oder Vantasselit der von hier als zweiter deutscher Fundpunkt erwähnt werden soll.

Wie auf vielen Eisensteingruben im Taunus gab es auch hier eine kleine Kupfervererzung die teilweise auch Erstfunde für das Gebiet des Taunus brachten.

ALLANPRINGIT XX VON STRENGITKUGELN überzogen

MINERALIEN DER GRUBE MARK

VARISCITKUGELN ,Fund 2006,BB 2cm

 

Die Karte rechts zeigt die Lage der

bedeutensten Grubenfelder.

Die Grube Mark wurde neben anderen

Feldern vom Marker Stollen her ab-

gebaut.

Während die Gruben Fritz und Vergnügen

über den Ferdinandstollen abgebaut

wurden

Die Grube Mark war wohl für Minera-

liensammler in den letzten Jahren für

ihre vielfältige Paragenese sehr inte-

ressant gewesen.

Von der Grube Fritz sind nur Funde von

Kakoxen bekannt geworden.

Die Grube Strütchen rückte in letzter

Zeit in das Interesse der Sammler

durch ,zwar seltene,Funde von Chal-

kanthit.

Kupfermineralien kommen immer wie-

der auf Eisenerzlagerstätten neben und

auf Eisenphosphatmineralien vor.

 

Auch sind Funde aus älterer Zeit von

sehr großen Wavellit xx bis zu einem

Zentimeter Länge bekannt geworden

die in Büscheln vorkamen.

Datengrundlage Hessisches Landesvermessungsamt Top25 2001 CD